Gleich geht's los, nur Geduld. Jetzt kommt erst noch das Wichtigste: Die Kleisterfarben müssen angerührt werden.

Anrühren der Kleisterfarbe

Etwas vom Kleister in eine Schüssel geben, dann unter ständigem Rühren die Farbe zugeben. Ich nehme zum Rühren direkt den Pinsel, damit kann man auch gleich auf einem Stück Schmierpapier ausprobieren, ob der Farbton gefällt. Die Kleisterfarbe sollte etwa die Konsistenz von cremigem Joghurt haben. Letztendlich muss jeder für sich testen, wie sich die Kleisterfarbe verarbeiten lässt und ausprobieren, wie sie sich bei verschiedenen Mustern verhält.

Pigmente anrühren

Wer mit Pigmenten arbeitet, muss etwas aufpassen, da diese stauben können. Was unbemerkt daneben geht und später mit Wasser in Berührung kommt, macht evtl. unschöne Flecken, z.B. auf Teppich oder Kleidung. Da die Pigmente ja trocken sind, muss man die Kleisterfarbe evtl. noch mit etwas Wasser verdünnen. Es lösen sich nicht alle Pigmente sofort auf, daher probiere ich immer erst eine kleine Portion aus. Unter Umständen hilft es auch, die Pigmente vorher in etwas Wasser "einzuweichen". Wie man hier sieht, hatten sich erst einmal kleine Klümpchen gebildet, die aber beim Rühren wieder verschwanden.

Kleisterfarbe aus Ockerpigmenten

Wer mehrfarbig kleistern möchte, sollte zunächst alle Farben anrühren, während des Kleisterns ist dafür keine Zeit. Auf jeden Fall ausreichend Farbe mischen, den selben Farbton zu wiederholen, ist etwa so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn. Wer Schraubgläser oder Becher mit Deckeln verwendet, hebt die Kleisterfarbe auf, die übrig bleibt - und verarbeitet sie beim nächsten Mal (bei selbstgekochtem Stärkekleister in den nächsten 2 bis 3 Tagen, kühle Lagerung ist hier empfehlenswert).

 

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