Was nun? Viele schöne Buntpapiere produziert und jetzt?

Zeitungsreste entfernen

Zunächst muss das Papier gut durchtrocknen, sonst kleben die Bögen aneinander. Evtl. Reste von Zeitungspapier auf der Rückseite vorsichtig abreißen oder -schneiden.

Farbreste auf der Rückseite

Hier sieht man auch, dass - gerade an den Rändern - Farbreste auf der Rückseite bleiben. Das ist übrigens bei gekauften Buntpapieren (auch Marmorpapier) ein Zeichen, dass es wirklich handgemachte Papiere sind und sich nicht um gedruckte Papiere handelt. Bei Profis hält sich die Kleckserei aber vermutlich in Grenzen.

beschwerte Papiere

Die Papiere stapeln und beschwert einige Tage liegen lassen.

Mappe zur Aufbewahrung

Ob das Papier nun noch lackiert oder gewachst werden muss, hängt einerseits vom Verwendungszweck ab, zum anderen einfach vom Geschmack und wie rau die Oberfläche bzw. wie empfindlich man ist (ich gestehe, beim Anfassen rauer Papiere kriege ich schnell eine Gänsehaut). Für die Lagerung braucht es keine besonderen Vorkehrungen, außer, dass die Papiere glatt liegen sollten, z.B. in solch einer Zeichenmappe. Das Verarbeiten der Papiere ist später einfacher, wenn sich der Bogen nicht ständig zusammenrollt.

Schimmernde Oberfläche mit Seidenmalfarben

Die Papiere, die mit Kleisterfarbe aus Seidenmalfarben eingefärbt wurden, brauchen keine Oberflächenbehandlung. Wenn sie durchgetrocknet sind, haben sie einen schönen Glanz. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bügelt sie noch mal ohne Dampf von der Rückseite, die Farben werden ja durch Hitze fixiert.

Leicht glänzende Oberfläche mit verdünntem Acryllack

Andere Papiere können nun lackiert werden, z.B. mit Sprühlack oder mit verdünntem Acryllack. Das geht auch, bevor man sie weiterverarbeitet, beispielsweise, um Buchdeckel damit zu bekleben.

Wachs

Wer das Papier wachsen möchte, sollte das erst nach dem Verkleben tun, da durch das Fett, das das Papier durchdringt, der Kleber nicht mehr hält. Ich benutze farblosen Bohnerwachs, tupfe ihn vorsichtig auf. Nicht zu fest reiben, das kann evtl. das Muster verderben. Ich lasse ihn einwirken und nehme dann vorsichtig überschüssigen Wachs mit einem saugfähigen Tuch auf. Leinen und andere Materialien, die an das Papier anstoßen, schütze ich, indem ich sie mit Papier abdecke. Bis das Wachs so richtig eingezogen ist, stelle ich die Werke auf Schmierpapier ab oder wickele sie in saugfähiges Papier (z.B. Küchenrolle) ein, sonst gibt es unschöne Fettflecken z.B. auf danebenstehenden Büchern oder dem Regalbrett.

 

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