Was tun, wenn's nicht so läuft?

Korriegiertes Muster

Es kommt schon mal vor, dass einem das Muster gar nicht gelingt. Abgerutscht, weil aufgeschreckt durch schrilles Telefonklingeln - das so unerwartet kommt, wenn man ins Kleistern vertieft ist - wird aus einer geraden Linie schon mal eine krumme. Oder es gefallen die Proportionen verschiedener Streifen nicht. Bei einfarbigen Mustern ist das wenig problematisch. Einfach den Pinsel nehmen und die Kleisterfarbe wieder glatt streichen, ggf. etwas frische Farbe zufügen. Das geht, wenn die Muster nicht zu fest eingedrückt wurden, mehrere Male, bei dickeren Papieren öfter als bei dünneren, die dann zu feucht werden und reißen können.

Nachgezogener Streifen

Ist ein Farbstreifen nicht so gerade geworden, diese Farbe nochmals auftragen und den Streifen neu ziehen, manchmal reicht auch das Nachfahren mit einem etwas breiteren Pappstreifen aus, um die Linie zu begradigen. Auf dem Bild ist das allerdings nicht so gut gelungen.

2. Farbschicht, geschuppt - Bunt17

Hat man mit hellen Farben gearbeitet und das Muster erscheint nicht gelungen, kann man mit dunkler Farbe drüber gehen. Ist die erste Farbschicht schon trocken oder wenigstens angetrocknet und wird die 2. Schicht durch Kämme und Ähnliches verdrängt, kommt die untere Farbe wieder durch. Das ist so ähnlich, wie man früher die Kratzbilder mit Wachsmalstiften gemacht hat.

Passepartout

Ist man dann mit dem Ergebnis immer noch nicht zufrieden, kann ich nur empfehlen, den Bogen erst einmal zur Seite zulegen (und vielleicht auch zu vergessen). Mit etwas Abstand betrachtet hat man vielleicht einen ganz neuen Eindruck, zumal sich die Farben durch das Trocknen meist noch verändern. Also nicht gleich in Panik geraten oder sich ärgern. Mit einem Passepartout aus zwei rechtwinkligen Pappstreifen wie auf diesem Bild kann man sich zum guten Schluss auch einfach einen schönen kleineren Ausschnitt aus dem Bogen aussuchen.

Brauchbarer Ausschnitt

Diese kleinen Stücke sind dann noch gut verwendbar, z.B. für Grußkarten, Lesezeichen, Collagen oder kleine Hefte. Dies ist ein Ausschnitt aus dem nachfolgenden misslungenen Bogen. Na gut, nicht soooo schön, aber eben noch brauchbar.

misslungener Bogen

Wenn alle Stricke reißen, kann man das Papier auch einfach zu Testzwecken verwenden: Schauen, wie dick der Kleister sein muss, um damit das Papier auf Karton zu kleben bzw. wie lange er einweichen muss, damit man das Papier faltenfrei verklebt bekommt. Testen, mit welchen Stiften sich darauf schreiben lässt (originelles Briefpapier). Oder mit dem Bogen die Oberflächenbehandlung ausprobieren.

 

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